Neues aus Baerenthal: beliebte Package-Angebote für Schulgruppen
Von Jean-Michel Zottner
Vom 6. bis 10. Oktober 2025 empfing die Jugendfreizeit- und Bildungsstätte in Baerenthal (JFBS) 20 Schülerinnen des Gymnasiums Fürstenberger aus Donaueschingen sowie 20 Schülerinnen des Lycée du Haut Barr aus Saverne, begleitet von vier Lehrkräften. Für uns war es die Gelegenheit, ihr gesamtes Programm vom ersten bis zum letzten Tag zu gestalten.
Ein Abend zum Kennenlernen
Schon am ersten Abend sorgte Jean-Michel für eine lockere Atmosphäre: eine Runde „Gemeinsamkeiten finden“, ein riesiges Team-Schere-Stein-Papier und vor allem der Start unserer Brezel-Challenge! Diese Herausforderung kam bei den 40 Jugendlichen und ihren vier Lehrkräften besonders gut an. Die Teilnehmer*innen wurden in zehn gemischte Teams (je zwei Deutsche und zwei Franzosen) sowie ein Lehrerteam eingeteilt – alle machten begeistert mit.
Ziel der Brezel-Challenge: Gemeinsam eine originelle Konstruktion aus verschiedenen Materialien (10 Holzspieße, 1 Meter Schnur, eine Plastiktüte, 4 Gabeln, 10 Pfeifenreiniger …) bauen. Diese sollte als Halterung für eine elsässische Brezel dienen. Das Team, dessen Brezel die größte Höhe erreichte, gewann den Wettbewerb!
Zeitlimit: 25 Minuten
Die Sprachbarrieren fielen schnell: Kommunikation, Kooperation und kollektive Kreativität waren gefragt. Die Turnhalle verwandelte sich in einen geschäftigen Bienenstock voll fröhlichem Stimmengewirr. Das Siegerteam stellte den Rekord auch für künftige Brezel-Challenges auf: 120 cm Höhe! Nach diesem ersten gemeinsamen Abend ging eine eng verbundene Gruppe zurück in ihre Zimmer.
Historische und natürliche Entdeckungen
Am nächsten Tag stand eine zweisprachige Führung durch das Fort Casso in Rohrbach-lès-Bitche auf dem Programm – ein faszinierender Einblick in die berühmte Maginot-Linie und die Geschichte der Region.
Am Nachmittag folgte ein Zeitsprung ins Mittelalter: Unter der Leitung von Jean-Michel unternahmen die Jugendlichen eine rund zehn Kilometer lange Wanderung auf den markierten Wegen des Vogesenclubs. Dabei erkundeten sie das Biotop des Bitscher Landes, den Lieschbach-Weiher mit seinen fleischfressenden Pflanzen, den rosa Vogesensandstein und als Höhepunkt die Ruinen der Burg Falkenstein, die eine atemberaubende Aussicht bot (fast so beeindruckend wie der Aufstieg dorthin!).
Erinnerungskultur und Emotionen
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war dem Gedenken gewidmet: der Besuch des Internationalen Albert-Schweitzer-Zentrums in Niederbronn sowie des Soldatenfriedhofs – ein eindrucksvolles Zeugnis der grausamen Realität des Zweiten Weltkriegs.
Spaß und Entspannung
Natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz: Kletterpark in der Forêt des Défis in Bitche, Bowlingabend in Haguenau, eine Kanutour auf der Blies in Sarreguemines und ein anschließender Stadtbummel in Saarbrücken.
Diese Woche verging wie im Flug – erfüllt von Austausch, Emotionen, Entdeckungen, Sport und Kultur. Genau diese Zutaten machen unsere „Package-Aufenthalte“ so beliebt bei Schulgruppen: Sie sind komfortabel, sinnvoll und voller gemeinsamer Erlebnisse.