Pilotprojekt: Wir gehören dazu! Ankommen im Ganztag.

11. Mai 2021

Ganztagsgrundschule für Kinder aus Vorbereitungsklassen öffnen und gestalten

Der stja ist als Bildungspartner an sechs Karlsruher Ganztagsgrundschulen (GTGS) tätig, unter anderem an der GTGS Schillerschule. Hier fiel auf, dass Kinder, die sogenannte „Vorbereitungsklassen“ (VKL-Klassen) besuchen, zwar am Ganztagsbetrieb teilnehmen können, dass sie aber nicht wie alle anderen Kinder zählen, wenn es um die Ressourcen für Ganztag geht. Dies betrifft die Zuweisung zusätzlicher Stunden für Lehrkräfte am Nachmittag sowie die Stellen der pädagogischen Fachkräfte. Kinder mit einer Migrationsgeschichte lernen in den VKL-Klassen die deutsche Sprache, bevor sie im nächsten Schritt in eine Regelklasse wechseln können. Als Bildungspartner im Ganztag der Schillerschule sehen wir eine große Chance in der Teilnahme der Kinder am Ganztag. Nach unserer Einschätzung können sie davon profitieren, sowohl für ihre persönliche Entwicklung als auch für ihr schulisches Fortkommen. Das Pilotprojekt „Wir gehören dazu! Ankommen im Ganztag.“ wurde ins Leben gerufen in einer konstruktiven Kooperation zwischen der Schillerschule, d. h. Schulleitung und Lehrkräften aus dem VKL-Bereich, dem städtischen Schul- und Sportamt und dem Team der pädagogischen Fachkräfte des stja. Gemeinsames Ziel ist, dass neu zugewanderte Kinder eine annähernd gleichberechtigte Teilhabe am Schulleben erfahren. Im Ganztag können sie soziale Kontakte über den Klassenverband hinaus knüpfen und ihre Sprachkenntnisse beim freien Spiel, in AGs und bei anderen Gelegenheiten, die der Ganztag als Lebens- und Lernort bietet, erweitern. Das Schul- und Sportamt stellt zwei Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr zur Verfügung. Die Stelleninhaber*innen begleiten die Kinder über den gesamten Schultag hinweg. Von ihrer Teilnahme an den Routinen und Angeboten des Ganztags (neben dem Unterricht sind das Mittagessen, Lernzeit, freies Spiel und AGs mit thematischen Schwerpunkten) versprechen wir uns positive Effekte für die Kinder. Sie machen sich stärker vertraut mit dem schulischen Leben, nutzen die deutsche Sprache in ihrer Alltagskommunikation und kommen in Kontakt mit anderen Kindern. Das Pilotprojekt wird von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe wissenschaftlich begleitet. Auch wenn unser Vorhaben zur Zeit der Pandemie durch die Trennung der Klassen aufgrund der Hygienevorschriften nicht in dem Maße umgesetzt werden kann, wie wir es uns vorgestellt haben, beurteilen alle Beteiligten es als gewinnbringend. Wir werden es im Schuljahr 2021/22 als Kooperationsprojekt weiterführen.

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Schwerpunkt:
Betreuung, Bildung

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