Gruppenbild der über 100 Teilnehmer*innen der Jungendkonfernz im Rathaus Karlsruhe

Viel in Bewegung gesetzt: 11. Jugendkonferenz mit über 100 Beteiligten war ein voller Erfolg

24. März 2025

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„Es gab erstaunlich viele Themen und wir konnten viel in Bewegung setzten“, resümierte Nicolai Börckel, Fachstelle für Jugendbeteiligung beim Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe (stja) die Ergebnisse der  11. Jugendkonferenz. Rund 100 Jugendliche kamen am 22. März 2025 im Karlsruher Rathaus zusammen, um an zehn Thementischen ihre Anliegen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung zu diskutieren.

„Es gab konkrete Versprechen und Verabredungen schon für die nächsten Wochen zu Besichtigungen vor Ort“, berichtete Nicolai Börckel. „Mir ist es wichtig, dass die Jugendlichen eine Stimme erhalten und konkret vorbringen können, was ihnen in ihrem Stadtteil wichtig ist“, ergänzte Christian Gotzmann, Fachbereichsleiter Jugendverbände und Partizipation beim stja. „Herzlichen Glückwunsch, ihr habt die Dinge so transformiert, dass sich alles gut umsetzen lässt“, meinte Bürgermeister Martin Lenz zum Abschluss. Die einzelnen Themen wollte er nicht bewerten, doch Prozess und Ergebnis seien durchaus positiv, so der Bürgermeister. Beispiel Oberreut: Hier wollte eine Gruppe junger Menschen gerne Bänke am Boltz- und auch am Spielplatz. An Stellwänden hingen Fotos, um die Situation zu veranschaulichen. Nach einstündiger Diskussion, bei der auch Alternativen zur ursprünglichen Idee, einfach Bretter über die Steine zu legen, aufgezeigt wurden, gab es einige gute Vorschläge seitens des Gartenbauamtes, vertreten durch Doris Faith. „Wir sind froh über die optimistischen Aussichten und die fruchtbaren Gespräche“, so Michael Zencefil, Leiter der Weißen Rose beim Stadtjugendausschuss e.V.

Öffentliche Spielmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren standen ebenfalls zur Debatte. Karlsruhe sei zwar mit 574 Spielplätzen gut aufgestellt, aber es gibt kaum passende Angebote für die Kleinsten, was auch Isabella Metzke, SPD Geschäftsführerin im Austausch feststellen musste. Kurzfristig könnten eventuell bei einer Schaukel eine entsprechende Babyschaukel eingehängt werden, aber langfristig solle das Thema genauer untersucht werden.

An anderen Tischen ging es unter anderem um Aufenthaltsmöglichkeiten am Hauptbahnhof, die Nutzung des Schlossgartens, die Verschmutzung durch Kippen und Müll in der Innenstadt, um Fahrradlift und Fahrradständer, barrierefreie Zugänge auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, die Fahrradsituation am Fichte Gymnasium sowie den Boltzplatz Geroldsäcker, wo eine Naturbühne mit Bänken entstehen soll. Die Situation in Geroldsäcker wurde bereits zum zweiten Mal diskutiert. Die Gruppe kam überein, gemeinsam nach Sponsoren zu suchen, erneut ins Gespräch zu gehen, um endlich eine gute Lösung zu finden, damit das Thema im wahrsten Sinne des Wortes vom Tisch kommt.

Auch am Tisch von Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) und Henrike Litzler (Jugendhilfeplanung stja) waren die Beteiligten sehr zufrieden. Es soll in den kommenden zwei Wochen einen Termin in der Oststadt am Selbert geben, um die fehlende Beleuchtung, die auch ein Sicherheitsproblem darstellt, zu beheben.

Nach Ansicht von Lüppo Cramer ist die Jugendkonferenz ein sehr effektives Mittel, um junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren mit einzubinden. Der Austausch sei authentisch, nah und direkt und so ließe sich mithilfe der Paten, die sich dann auch für die Anliegen der Jugendlichen im Gemeinderat stark machten, einiges umsetzen. Cramer erinnerte sich, wie er selbst schon Mehrheiten gewinnen konnte, um einige der hier vorgeschlagenen Projekte umzusetzen. Das Juko-Team hat den Nachmittag engagiert und erfolgreich durchgeführt. Für die Organisation und Gestaltung werden immer helfende Hände, frische Ideen und neue Jugendliche gesucht. Nur wer mitmacht, kann mitgestalten und auch was verändern!

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