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2018-08-03_Ferienprojekt_153

Sommerferien mit dem stja: neue Erfahrungen und Abwechslung vom Alltag

von Marcus Dischinger, Sabine Uhle 3. Oktober 2018

Kooperatives Ferienangebot
Geplant war ein Ferienangebot am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) Albschule Karlsruhe für Kinder mit geistiger Behinderung und ein Ferienangebot an der Grundschule Weiherwald mit Ganztagszug. Beide Schulen liegen nebeneinander. Beide Teams sind offen für Inklusion. Dank der Projektstelle LoBiN konnte Personal gestellt werden, um diese beiden Ferienangebote miteinander zu verbinden.

Tolle Gespräche folgten. Neue Begegnungen und Kooperation entstanden, dazu viele Planungslisten und pädagogische Entwicklungen. Und es hat sich gelohnt: An den Vormittagen nahmen jeweils fünf Kinder und ein oder eine Mitarbeiter*in des Weiherwald-Teams an den Ausflügen der 16 Kinder aus der Albschule teil: KSC, Berufsfeuerwehr, Schwimmbad oder Waldklassenzimmer standen auf dem Programm. Die Kinder und Erwachsenen der beiden Ferienangebote begegneten sich offen und neugierig. Erste Kontakte und Beziehungen fanden ihren Anfang und können im kommenden Schuljahr 2018/19 weiter gepflegt und vertieft werden.

Am Nachmittag ging es mit offenen Bildungs- und Freizeitangeboten in den Räumen beider Schulen weiter, die von allen Kindern gemeinsam besucht werden konnten. Die Kinder mischten sich erfolgreich und hatten Spaß beim Ytong-Steine-Bearbeiten, beim Herstellen von Upcycling-Schmuck aus Skateboards, bei gemeinsamen Wasserspielen und vielen anderen Angeboten.

Im Schuljahr 2018/19 werden die inklusiven Begegnungen zwischen den beiden Schulen im Rahmen einer schulenübergreifenden „AG Naturkünstler“ vertieft. Auch für die Sommerferien 2019 gehen die beiden Ferienteams wieder gemeinsam in die Planung. Alle freuen sich bereits jetzt darauf.

(LoBiN ist ein Förderprogramm des Sozialministeriums und steht für den „Auf- und Ausbau von Lokalen Bildungsnetzwerken“.)

Sommerferien mit dem stja
Mehrere tausend Kinder und Jugendliche haben in ganz unterschiedlichen Formen einen Teil ihrer Sommerferien mit dem Stadtjugendausschuss (stja) e. V. verbracht. Im Angebot waren viele Tagesfreizeiten, Feriencamps im In- und Ausland, Sprachreisen, Ferienspaß-Angebote oder Ferien mit dem Karlsruher Lernverbund (Klever). Angeleitet wurden alle Aktionen von kompetenten Betreuerinnen und Betreuern, die im Vorfeld in Workshops dafür qualifiziert wurden. Alle Angebote hatten eines gemeinsam: sie verbinden Freizeit und Erholung mit Bildung und Förderung. Im Vordergrund steht dabei der Spaß und wie nebenbei Abwechslung vom Alltag sowie Raum für Experimente, neue Erfahrungen, neue Orte und Kontakte. Das erreicht der stja, indem er bei der Konzeption die pädagogischen Ansprüche stets mit den neuesten Trends und den aktuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen abgleicht. Konzeptioniert und umgesetzt werden die Ferienangebote beim stja größtenteils vom Jugendfreizeit- und Bildungswerk (jfbw).

Ein Ziel ist also, nah bei den Kindern zu sein. Aber auch die Bedürfnisse der Eltern sind wichtig. Sie wünschen sich vermehrt betreute Ferienangebote vor Ort und auch Angebote für ältere Kinder. Darauf wurde reagiert. So gab es mehr als 2.600 Ferienplätze bei den beliebten „Ferien ohne Koffer“ und zusätzlich zu den renommierten „Kids on tour“ für Zwölf- bis 14-Jährige auch Angebote für Jugendliche bis 16 Jahren. Ein wichtiger Baustein bei allen Angeboten ist die Inklusion. Dieser Bedarf ist stark gestiegen. So nahmen rund 70 Kinder an rund 100 Angeboten teil. Der Betreuungsaufwand während einer Freizeit und der Organisationsaufwand im Vorfeld sind hoch – ein Einsatz, der sich allemal lohnt.

„Karlopolis“ im Otto-Dullenkopf-Park
Einer der Höhepunkte der Feriensaison in der ersten August-Hälfte ist die Kinderspielstadt „Karlopolis“ im Otto-Dullenkopf-Park. Sie hat sich innerhalb von wenigen Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der stja-Ferienangebote entwickelt und ist aus dem Karlsruher Ferien-Terminkalender schon jetzt nicht mehr wegzudenken. Insgesamt über 600 Kinder hatten auch in diesem Jahr die Möglichkeit, in der Fantasiestadt zu leben und sie aktiv mitzugestalten. Gemeinsam mit dem benachbarten Aktions- und Zirkusbüro, das fünf von sechs Sommerferienwochen „Zirkus live“ anbot, ist der Otto-Dullenkopf-Park zum großen „Sommerferienzentrum“ geworden.

Ferienangebote von Klever

Im Angebot war auch Klever, die Ferienangebote in sieben Schulen des Karlsruher Lernverbunds. Sie standen in diesem Jahr unter dem Motto „Wir in Europa – grenzenlos und miteinander“ – noch ganz im Zeichen der Europäischen Kulturtage. Klever ist eine verbindliche Ferienbetreuung in den ersten beiden Ferienwochen von 7.30 und 16 Uhr an den Schulen – inklusive Mittagessen. Außerdem gibt es einen gemeinsamen Aktionstag aller Klever-Ferienkinder.

Ferienangebot von BeoNetzwerk
Neu und besonders ist ein spezielles Ferienangebot von BeoNetzwerk, den Berufsorientierungsspezialisten des stja, für zugewanderte Menschen. In der letzten Ferienwoche besuchten die Teilnehmenden des „Workcamp“ an den Vormittagen verschiedene Unternehmen, an den Nachmittagen verschiedene Einrichtungen des stja. Einblick erhielten die Workcampler unter anderem in eine große Karlsruher Telekommunikationsfirma. Parcour, die Computerspielschule, Beatboxing und ein Besuch im Kletterpark rundeten das Workcamp nach den Unternehmensbesuchen ab.

 



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