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Drei Gymnasien auf Spurensuche zum Nationalsozialismus in Karlsruhe

von Jakob Wolfrum 14. Juli 2019

Unter dem Motto „Wie viel Geschichte steckt in dir?“ fand am 27. Juni 2019 die Vorstellung der Ergebnisse des schulübergreifenden Seminarkurses „Nationalsozialismus in Karlsruhe“ statt. Schülerinnen und Schüler des Goethe-, Helmholtz- und Bismarck-Gymnasiums erarbeiteten über ein Jahr individuelle Themen aus der Zeit des Nationalsozialismus in Karlsruhe, welche anschließend in Kooperation mit den Kunstvermittelnden des ZKM performativ umgesetzt wurden. Im fünften Jahr seines Bestehens wurde zum ersten Mal der Schritt aus den Schulgebäuden in die Innenstadt gewagt, um die Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf dem Kronenplatz interessierten sich zahlreiche Vorübergehende für das Geschehen.

Zeitgleich wurde in der Galerie des jubez die Jubiläumsausstellung zum Seminarkurs eröffnet. In dieser Ausstellung werden noch bis zum 26. Juli die Ergebnisse aus den letzten fünf Jahren verdichtet präsentiert und ermöglichen so einen Einblick in die Arbeit des Kurses und auf die Perspektiven der beteiligten Jugendlichen zur Karlsruher NS-Geschichte.

In ihrer Performance forderten die 13 beteiligten Jugendlichen auf unterschiedliche Weise das Publikum dazu auf, sich mit der Frage „Wie viel Geschichte steckt in dir?“ auseinanderzusetzen. Neben einer Klanginstallation und der Möglichkeit, eigene Gedanken auf Papier zu stempeln, regten sie in einer szenischen Darstellung zum Nachdenken über die Grenzen der Selbstbestimmung an.

Elisabeth Peitzmeier, Geschäftsführerin des stja, lobte in ihrer Eröffnungsrede das Engagement der Jugendlichen und aller am Seminarkurs Beteiligten. Es sei erstaunlich, mit welcher Kontinuität und Kreativität in den letzten fünf Jahren immer wieder neue Erkenntnisse zu Tage gefördert wurden. Gleichzeitig betonte sie, dass die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit auch nach über 70 Jahren zwingend notwendig bleibt, da noch immer Menschen in Deutschland aufgrund dieser Ideologie verfolgt und ermordet werden. Dem entgegenzutreten ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der auch solche Projekte erheblich beitragen.

Die Arbeitsgemeinschaft „NS in Karlsruhe“ setzt sich zusammen aus Pädagog*innen der beteiligten Schulen, dem Team der ZKM | Museumskommunikation, dem jubez und der Fachstelle für Demokratie und Vielfalt im Stadtjugendausschuss e.V. und der Schülerakademie Karlsruhe. Finanziell unterstützt wird der Seminarkurs durch den Lions Club Karlsruhe, die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, das Kulturamt der Stadt Karlsruhe, die Fördervereine der beteiligten Schulen und durch das Förderprogramm „Partnerschaft für Demokratie“.

Foto: Elias Siebert



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