Gruppenfoto mit einer Erwachsenen und Jugendlichen, die ein "Diplome de Chimie" in Händen halten.

In Baerenthal: Theater trifft Wissenschaft „Lernen, Erleben und Zusammenwachsen“

20. April 2026

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Im Rahmen eines pädagogisch vielseitigen Aufenthalts war eine Klasse des beruflichen Abiturs AEPA (Animation für Kinder und ältere Menschen) des Beruflichen Lycée André Siegfried von Haguenau zu Gast in Baerenthal. 

Der Aufenthalt zeichnete sich durch ein klar strukturiertes pädagogisches Konzept aus, bei dem sich die Inhalte zu gleichen Teilen auf zwei Schwerpunkte verteilten: einen Theaterworkshop und eine wissenschaftliche Fortbildung. Diese ausgewogene Kombination bot den Jugendlichen vielfältige wertvolle Impulse für ihre persönliche wie auch berufliche Entwicklung ganz im Sinne der Bildungs- und Wertearbeit der Jugendfreizeit und Bildungsstätte Baerenthal.

Der erste inhaltliche Schwerpunkt bestand aus einem Theateratelier, in dem sich die Schüler*innen kreativ mit einer modernen Neuinterpretation der berühmten Szene aus Romeo und Julia auseinandersetzten. In Kleingruppen entwickelten sie kurze Szenen, die in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten angesiedelt waren, etwa in einem urbanen Umfeld oder zwischen Jugendlichen aus verschiedenen sozialen Schichten.

Trotz der unterschiedlichen Lebenswelten verband alle Darstellungen eine gemeinsame Botschaft: Toleranz, Respekt und die universelle Kraft der Liebe. Das Theateratelier förderte Ausdrucksfähigkeit, Teamarbeit und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten.

Der zweite, gleichwertige Schwerpunkt des Aufenthalts war eine mehrmodulige Fortbildung im Bereich der „wissenschaftlichen Ateliers“. Diese wurde intern von der Jugendfreizeit- und Bildungsstätte Baerenthal (JFBS) konzipiert, organisiert und durchgeführt. Die JFBS brachte dabei ihr pädagogisches und fachliches Know-how ein und begleitete die Jugendlichen praxisnah bei der Planung und Umsetzung naturwissenschaftlicher Animationen. Ziel war es, die angehenden Animator*innen zu befähigen, wissenschaftliche Inhalte verständlich, interaktiv und zielgruppengerecht zu vermitteln, sowohl für Kinder als auch für ältere Menschen.

Bereits im Vorfeld wurde der Aufenthalt in enger Zusammenarbeit mit dem pädagogischen Team des „Lycée Professionnel André Siegfried“ sorgfältig vorbereitet. In mehreren gemeinsamen Arbeitsphasen wurden sowohl die inhaltliche Ausrichtung als auch die methodische Gestaltung des Programms abgestimmt. 

Ziel war es, die Erwartungen der Lehrkräfte bestmöglich zu erfüllen, die Inhalte gezielt auf die Bedürfnisse der Schüler*innen auszurichten und sie passgenau an die Vorgaben der beruflichen Ausbildung anzubinden. Besonders positiv hervorgehoben wurde von Seiten des Lehrerteams der wissenschaftliche Teil des Programms.

Die Module überzeugten durch ihren Ansatz der aktiven Pädagogik, der den Jugendlichen eigenständiges Experimentieren, Mitdenken und praktisches Lernen ermöglichte und damit eine sinnvolle und wirkungsvolle Ergänzung zu den klassischen Unterrichtsformen darstellte.

Durch diese intern entwickelte Ausbildung bietet die JFBS Baerenthal einen klaren pädagogischen Mehrwert für schulische Gruppen. Schulen profitieren von einem strukturierten, qualitativ hochwertigen Bildungsangebot, das den Aufenthalt sinnvoll ergänzt und den Teilnehmer*innen zusätzliche berufliche Kompetenzen vermittelt. Die JFBS positioniert sich damit als kompetenter Bildungspartner im schulischen Kontext.

Die Rückmeldungen der Jugendlichen im abschließenden Bilanzgespräch waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurde der gestärkte Klassenzusammenhalt. Das gemeinsame Leben und Arbeiten außerhalb des schulischen und familiären Rahmens schuf günstige Bedingungen für Austausch, gegenseitige Unterstützung und ein respektvolles Miteinander. Die verbesserte Atmosphäre innerhalb der Klasse wurde von allen Teilnehmer*innen deutlich wahrgenommen.

Der Aufenthalt zeigt, wie durch die gleichwertige Verbindung von kreativem und wissenschaftlichem Lernen außerschulische Bildungsorte wie die JFBS Baerenthal junge Menschen nachhaltig fördern können. Im Sinne der stja-Werte werden hier nicht nur fachliche Kompetenzen vermittelt, sondern auch Gemeinschaft, Verantwortung und Zusammenleben aktiv gelebt.

Während des Aufenthalts nahmen die Schüler*innen außerdem an der traditionellen „Bretzel Challenge“ teil, besuchten im Rahmen einer geführten Exkursion das Fort Casso in Rohrbach Les Bitche, ein bedeutendes Bauwerk der Maginot Linie, und erlebten bei einem sportlichen und akrobatischen Ausflug in Bitche weitere Momente gemeinsamer Aktivität und Herausforderung.

Kontakt für Rückfragen: Für alle Informationen, Fragen oder Buchungsanfragen stehe ich gerne zur Verfügung: Jean-Michel Zottner, Leitung Gästebetreuung und Programmkoordination, E-Mail: j.zottner@baerenthal.org, Web: https://www.baerenthal.org

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