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Mit dem stja-Ferienprogramm ganz RELAXt durch den Sommer

von Marcus Dischinger 14. September 2020

Sechs Wochen „RELAX! Dein Sommer“ sind erfolgreich zu Ende gegangen. An 30 Standorten in der ganzen Stadt haben rund 1.600 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren spannende und vielseitige Sommerferienwochen erlebt. Das besondere Ferienprogramm basierend auf Kleingruppen hatte der stja im Zuge der Coronapandemie kreiert, als klar geworden war, dass die regulären Ferienprogramm in diesem Jahr nicht würden stattfinden können. Kinder und Eltern zeigten sich in den vergangenen Wochen begeistert davon, dass der stja so schnell ein Ersatzangebot machen konnte. Der stja-Vorsitzende Daniel Melchien kündigte an, im Coronaherbst stärker und offensiver für die Interessen der Kinder eintreten zu wollen.

Die RELAX!-Idee – schöne Ferien trotz herausfordernder Verordnungen

Bürgermeister Martin Lenz, der zum Abschluss von RELAX! auf das Zirkusgelände mit mehreren Kleingruppen gekommen war, bezeichnete den stja als eine „herausragende Zugmaschine“ mit unglaublicher Kreativität „schon in Normalzeiten“. Der stja biete Kindern eben nicht nur Unterhaltung, sondern auch Sinnhaftigkeit. Und mit Blick auf die enorme Arbeitsleistung der stja-Mitarbeitenden meinte er: „Es war alles andere relaxt, das Programm in einer solchen Situation zu erfinden“.

„Im Vorstand waren wir von Anfang an begeistert von der RELAX!-Idee, weil wir im Lockdown das Heft des Handelns wieder in die Hand genommen haben“, betonte der stja-Vorsitzende Daniel Melchien. „Kindheit lässt sich eben nicht verschieben und die Sommerferien auch nicht“, sagte er in Bezug auf die Frage, warum es wichtig gewesen sei, die Perspektive der Kinder nach einer kurzfristigen Pandemieschockstarre schnell wieder in den Fokus zu nehmen.

Für stja-Geschäftsführerin Elisabeth Peitzmeier war es denn im Frühsommer auch wichtig, nicht nur abzuwarten, was beispielsweise mit Blick auf die nächsten Verordnungen passiere, „sondern zu schauen, was man für die Kinder und Jugendlichen erreichen könne. Ziel sei gewesen, den Kindern schöne Ferien zu bereiten, egal, was in der Welt passiere.

Als Setting Kleingruppen und geschultes Betreuungspersonal

„Das Setting in den Kleingruppen war genau das, was die Kinder in dieser Situation gebraucht haben“, berichtet die Leiterin des Jugendfreizeit- und Bildungswerks (jfbw), Irene Kiefer, über ihre Erfahrungen aus den vergangenen Wochen. Das jfbw hatte mit die herausfordernde Aufgabe, unter diesen besonderen Bedingungen das Betreuungspersonal zu schulen. Das geschah zunächst online, dann jedoch auch im persönlichen Kontakt. „Durch die Eltern haben viel Anerkenung erfahren, dass der stja es geschafft hat, ein solches Ersatzprogramm zu stemmen“, so Irene Kiefer. Die Erfahrungen aus diesem Sommer sollen nun in die Herbstferienangebote mit einfließen, kündigte sie an.

Die Angebote entstehen im Miteinander

Mehrere Wochen lang waren Ralf Birkner, Leiter der Mobilen Spielaktion, und sein Teams ebenfalls auf den RELAX!-Standorten unterwegs, um für die Kinder Angebote wie Bogenschießen, Fadenspiele und vieles andere mehr zu organisieren. Außerdem hielten die Mobis jede Woche eine Challenge für die Kinder bereit, so dass am Ende Kinder in der ganzen Stadt einen wöchentlichen Wettbewerb austrugen. „Wir machen unsere Angebote nicht einfach nur für die Kinder, wir machen es miteinander“, erläutert er die Strategie. Für ihn gebe es die klare Forderung, auch in solch schwierigen Zeiten, den Kontakt nie abbrechen zu lassen zu den Kindern. „Am Ende haben wir die Bedingungen anzunehmen , die gerade da sind, aber es klappt irgendwie immer“. Und letztlich seien dann auch die Bedingungen anstrengend und eben nicht die Kinder.

Die Mobis waren es auch, die für die Kinder den Impuls lieferten, aufzuschreiben oder aufzuzeichnen, wie sie diesen Coronaalltag erlebt haben und erleben. Auf rund 60 großen Tafeln in den vielen Kleingruppen haben die Teilnehmenden ihre Eindrücke festgehalten. Sie sollen Teil einer gemeinsamen Ausstellung von Kinderbüro und stja im Herbst werden. Dazu kommt – ebenfalls im Herbst – das Projekt „Deine Stadt. Deine Rechte“, bei dem Kinder zu Wort kommen sollen, so dass ihre Sicht auf die Pandemie und deren Bedürfnisse deutlicher werden als in den vergangenen Monaten. „In Zeiten der Vollbremsung wurde zu wenig über Kinder gesprochen“, resümiert Jonas Nees, Leiter des Kinderbüros.

Hier ein Einblick, wie an den verschiedenen Standorten Relaxt wurde.



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