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jubezmediale: Wenn im jubez plötzlich die Pilze wachsen

von Marcus Dischinger 17. November 2017

Etwa 800 bis 900 Schülerinnen und Schüler der vierten bis achten Klassen aus Karlsruher Schulen und dem Umland haben in diesem Jahr an der jubezmediale teilgenommen. Die (fast) unbegrenzten Möglichkeiten mit Medien Kreatives anzustellen, wurde von den Besucherinnen und Besuchern drei Tage lang voll ausgenutzt. Der Vormittag gehörte vor allem den angemeldeten Schulklassen, am Nachmittag hatten zusätzlicha auch Einzelpersonen und kleinere Gruppen die Chance, an den einzelnen Workshops teilzunehmen.

Bei allen Stationen im jubez ging es darum, eigene Aktivität mit den Fähigkeiten zumeist digitaler Werkzeuge und Techniken zu verbinden. „Wir wollen den Kindern Erfahrungsräume bieten“, betont Projektleiterin Tina Zingraff. „Und wir sehen, dass mit großer Experimentier- und Spielfreude auch wirklich alles ausprobiert wird.“ Es gebe unter den Kindern und Jugendlichen den großen Wunsch, sich zu bewegen und gleichzeitig zu gestalten.

So beispielsweise beim „Lightwriting“, zu deutsch: Lichtmalerei. Hier konnten die Kinder und Jugendlichen mit einer Lichtquelle in der Hand über eigene Bewegungen alle möglichen Formen in die Luft zeichnen. Diese Bewegungen wurden dann in ein kunstvolles Foto umgesetzt. Erst einmal ganz viel Kunstfertigkeit war in der „Pilzfabrk“ gefragt. Dort wurden kleine und große Pilze aus Ton hergestellt, die dann Teil einer wachsenden Pilzwiese wurden. Immer wieder wurden Fotos von diese Wiese im Foyer des jubez gemacht. Zusammengesetzt ergaben die Bilder eine rasant wachsende Pilzlandschaft in völlig ungewonter Umgebung.

Digitale Holzporträts konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls erstellen. Dazu wurde ein Bild angefertigt, das dann mithilfe einer Flüssigkeit auf Holz gebannt wurde. In einem anderen Raum konnte ein Hindernisparcour errichtet werden, der mit einer Lichtquelle möglichst ruhig absolviert werden musste – damit die Lichtquelle nicht erlischt. Die Kinder und Jugendlichen wurden hier quasi Teil eines realen Computerspiels, bei dem sie den Schwierigkeitsgrad selbst festlegen.

Und etwas ganz anderes konnten die Besucherinnen und Besucher in der Sporthalle ausprobieren und an einem Sensibilisierungsworkshop teilnehmen – angeleitet von Jugendlichen, die im Rollstuhl sitzen. Absolviert werden musste ein Parcour. „Für die meisten Kinder ist das eine völlig neue Erfahrung“, so Rebecca Stadtnmüller, beim jubez für Inklusionsprojekte zuständig. Begeistert zeigte sie sich von der großen Menge an Kindern und Jugendlichen, die an den drei Tagen erreicht werden konnten.

Mit insgesamt 16 Workshops und zehn Kooperationspartnern hat die Veranstaltung nun einen neuen Rekord aufgestellt. „Die Institutionen kommen inzwischen auf uns zu und fragen uns, ob sie mitmachen können“, sagt Tina Zingraff vom jubez. „Und alle Workshopleiter vermitteln etwas, wofür sie tatsächlich auch brennen“, ergänzt sie.

Dokumentiert ist die jubezmediale mit Unterstützung einer SWR-Social Media-Redakteurin auf verschiedenen Kanälen:

Instagram: @jubez.karlsruhe
Blog: jubezmediale.wordpress.de



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